Minimale Störung im Atomkraftwerk Temelin

Umwelt-Landesrat Rudi Anschober: „Wir wissen davon und sind seit zwei Tagen an der Sache dran“

AKW-Störung in cirka 60 km Entfernung: Im tschechischen AKW Temelin trat radioaktive Strahlung aus. 
Im grenznahen Atomkraftwerk von Temelín gab es einen offenbar größeren Störfall: „Wir wissen davon und sind seit zwei Tagen an der Sache dran“, so Umweltlandesrat Rudi Anschober der Grünen auf Anfrage der Tageszeitung ÖSTERREICH (Samstag-Ausgabe).

Laut dem tschechischen AKW-Sprecher Marek Svitak wurde beim planmäßigen Herunterfahren von Reaktorblock 2 ein Leck entdeckt und radioaktive Strahlung auf dem Dach des Komplexes gemessen. „Es ist ein sehr niedriger Wert, der den zulässigen Grenzwert nicht überschreitet“, so Svitak in tschechischen Medien. „Trotzdem wurde Strahlung an Stellen gemessen, wo keine sein sollte und wir informieren deshalb das Landesamt für Reaktorsicherheit sowie die tschechische und österreichische Öffentlichkeit.“ 

Offen ist nun, warum österreichische Behörden von dem Vorfall, der sich bereits am 26. Juni zugetragen haben soll, wissen, aber bislang geschwiegen haben. Im Umweltministerium wusste man am Freitag nichts von einem Temelin-Störfall.  (APA, 03.07.2015)