Westbahn Statement zur Forderung von Gebührenmilderung

Bild: WESTbahn

Vor kurzem forderte die Westbahn in einem Schreiben an die ÖBB aufgrund des Flüchtlingsansturmes auf Bahnhöfe und Züge eine Gebührenmilderung. Durch die Flüchtlinge gab es einen Geschäftsrückgang von 15 bis 20 Prozent wie die Westbahn vergangenen Freitag mitteilte. Wir haben ein Statement von der WESTbahn bekommen!

Dies löste binnen kürzester Zeit einen Shitstorm in den Sozialen Netzwerken aus wobei einige sogar die Westbahn „boykottieren“ wollten oder stolz erwähnten, sich wieder eine ÖBB Vorteilscard zu besorgen und die ÖBB zu benützen. mass-home hat sich darauf hin an die Westbahn GmbH gewendet und um ein kurzes Statement gebeten.

Der Westbahn GmbH ist jede noch so schmerzhafte Kritik sehr wichtig und die gestrige Reaktion hat gezeigt, dass sie schnell in eine Schublade gesteckt werden, in die sie nicht hineinpassen.

Die Westbahn will keinesfalls aus dem Leid von Menschen Kapital schlagen! Wie im Geschäftsleben üblich, muss aber auch die Westbahn auf das Einhalten von gültigen Verträgen pochen. Der ÖBB Infra wurde mitgeteilt, dass in den Bahnhöfen vertragliche Leistungen nicht erbracht werden und die Westbahn sich vorbehält, das vereinbarte Entgelt nicht zu bezahlen. Damit will sie lediglich ein Signal setzen, damit nicht die gleiche Überlastung wie am 15. Oktober 2015 am Hauptbahnhof in Salzburg passiert und damit Bemühungen gestartet werden, die im Sinne aller Bahnkunden für Sicherheit und Qualität sorgen. Für alle Reisenden ist es wichtig, dass sie problemfrei Abgänge und Zugänge im Bahnhof nutzen können. Zudem sollen Flüchtlinge nicht menschenunwürdig in Kassenhallen schlafen müssen. Daher wurde mit Nachdruck in dem Schreiben an die ÖBB Infra AG gefordert, Lösungen für die Zukunft insbesondere am Salzburger Hauptbahnhof zu finden.

Es geht hier eindeutig nicht darum, dass die WESTbahn sich an dieser Situation bereichern möchte, sondern dass die Bahnhöfe wieder für alle Menschen (ob Flüchtlinge oder andere Reisenden) ohne Vorbehalte und Bedenken benutzt werden können. Zudem wird die WESTbahn auch weiterhin, so wie schon in der Vergangenheit, Schutzsuchende transportieren, um zu helfen und zu unterstützen.